Bild und Filiago: DSL für Alle

Die Bild-Zeitung und der Breitband-Anbieter Filiago haben eine gemeinsame Initiative gestartet, bei der Breitband-Internetzugänge via Satellit vermarktet werden sollen.

In Deutschland gibt es derzeit noch immer rund drei Millionen Haushalte, die DSL weder über die Telefonleitung, noch über Kabel erhalten können und denen damit der schnelle Zugang zum Internet verwehrt wird. Der Plan der beiden Unternehmen klingt daher vielversprechend, denn die sogenannte Bild DSL Initiative verspricht betroffenen Haushalten Abhilfe, in Form von Internet via Satellit. Der Preis soll dabei sogar 30% günstiger sein, als bei Filiago selbst.

Interessenten sollte allerdings bewusst sein, dass es sich bei der Produktbezeichnung “DSL” nicht um einen herkömmlichen DSL-Anschluss mit Downloadraten von bis zu 16 Mbit/s handelt, vielmehr bietet die Bild DSL Inititaive einen Breitband-via-Satellit-Anschluss, der schnelles Surfen überall dort ermöglicht, wo freie Sicht zum Satelliten besteht. In der Regel ist diese Variante um einiges teurer, als ein herkömmlicher DSL-Anschluss über die Kabel- oder Telefonleitung. Die Bezeichnung DSL nutzen aber auch andere Betreiber für ihre Internet-via-Satellit Angebote, so zum Beispiel die Deutsche Telekom.

Filiago setzt auf das sogenannte Astra2Connect-System, bei dem sowohl Datenempfang als auch Datenversand über die Satelliten-Verbindung erfolgen. Der Kunde benötigt für den Datenversand also keinen zusätzlichen Festnetz- oder Mobilfunkanschluss.

Der Satelliten-Internetzugang ermöglicht bei guten Bedingungen Downloadraten von bis zu 1 Mbit/s, was in etwa einem DSL 1000 Anschluss entspricht. In Kombination mit einer Surf-Flatrate kostet der Tarif 46,95 Euro im Monat bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten. Weitere Hardware- oder Einrichtungskosten fallen nicht an. Das Paket, bestehend aus Satellitenschüssel, Modem, Kabel und Software wird dem Kunden während der Vertragslaufzeit kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Bei der Flatrate gilt allerdings eine sogenannte “Fair-Use-Policy”, wodurch sich Filiago das Recht vorbehält, die Bandbreite einzelner Kunden zu drosseln, sollten sie mehr als “der durchschnittliche Kunde” herunterladen oder ein hohes Datentransfervolumen verursachen. Da sich die Nutzer die Gesamtbandbreite teilen, soll durch diese Regelung eine ausreichende Bandbreite für alle Satellit DSL Kunden sichergestellt sein. Die Fair-Use Regelung ist aber nicht unüblich und findet sich auch bei anderen Providern.

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